Donnerstag, 23. Dezember 2010

Zwischen den Zeiten: Fragen für die heiligen Nächte 2010/11

Liebe Leserinnen und Leser, Fragen bewegen. Sie erhellen, beleuchten, führen und leiten uns – wenn wir das wollen. Sie lassen uns die Vergangenheit verstehen, tragen dazu bei, die Gegenwart zu leben und die Zukunft zu gestalten. Fragen eröffnen innere, und manchmal auch äußere Räume, Fragen führen in die Tiefe, in die Höhe und in die Weite.

Ich habe für die Weihnachtszeit, die heiligen Nächte, Fragen vorbereitet. Und ich werde sie, beginnend mit dem 24.12., jeweils nachmittags auf meine Blogseite stellen. Mein Wunsch und meine Vorstellung sind, dass die Nacht diesen Fragen innere Räume zur Verfügung stellt, in denen sie sich bewegen können. Hiermit möchte ich euch alle herzliche einladen, daran teilzunehmen, diese Fragen zu lesen, sie mitzunehmen, ihnen nachzulauschen und darauf zu achten, was entsteht.

Fragen können von innen aus uns selber geboren werden oder von außen auf uns zu kommen. Sie können uns umringen und neue Wege zeigen. Es gibt Fragen, die sich auf die gedankliche Ebene beziehen, genauso wie auf die gefühlsmäßige oder die willentliche Ebene. Fragen können wie innere Motoren wirken, die ganze Berge versetzen.

Wir leben heute in schnellen Zeitstrukturen, in einer scheinbaren Antwortkultur. Überall gibt es Fachleute, die darum bemüht sind, unsere alltäglichen Fragen schnell zu beantworten, Nöte zu beseitigen und Unsicherheiten abzumildern. Meistens spielt dabei das Geld eine Rolle. Aber das ist nicht alles, denn es gibt Fragen, die sich nicht einfach beantworten oder organisieren lassen. Fragen, die einen offenen Raum erbitten, die das Persönliche, Unübliche, Ahnende, Träumerische oder Unvollständige suchen. Fragen, die getragen werden wollen.

Die Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit dafür, denn die Welt hält einen Moment inne. Diese Zeit kann eine Stille entstehen lassen, unser Herz öffnen und innere Räume ermöglichen. Egal wo wir sind, egal was wir machen. Es heißt, dass wir in den heiligen Nächten eine unbewusste Begegnung mit unserem höheren Selbst haben können. Es ist eine Zeit, in der sich Himmel und Erde nah sind. Eine Zeit des Rückblicks und des Vorblicks, eine Zeit des Dazwischens, ein Zwischenraum. Aber auch eine Zeit, in der der Moment, die Gegenwart von besonderer Bedeutung ist. Es sind Tage zwischen Gestern und Morgen, und damit Tage der Gegenwärtigkeit - Vergangenheit und Zukunft verschmelzen im Jetzt.

Freuen würde ich mich über jede Art von Reaktionen auf die Fragen, die ich stelle. Das kann anonym oder mit Namen sein – gerne natürlich als öffentlichen Kommentar, damit alle daran teilhaben können, die das wollen. Es können Antworten sein, Verweise, Geschichten, Träume, Bilder, Gedichte, Zitate, Gedanken, Gefühle, Willensimpulse, weitere Fragen, oder sonst etwas… all dies muss nicht „verständlich“ sein, nicht erklärt oder begründet werden. Es geht gerade um das, was die Fragen auslösen, wohin sie euch lenken, was sie mit euch machen.

Meine Weihnachtsfragen für die heilige „Zwischenzeit“ kommen aus drei Bereichen: aus dem Bereich des Wunsches / der Sehnsucht, dem Bereich der Vorstellung / des Vorsatzes und aus dem Bereich der Entscheidung / des Entschlusses. Es sind die Fragen, die eine Verbindung zwischen Individuum und Welt schaffen, in dem sich die Welt im Individuum ausdrückt und umgekehrt. Und es sind Fragen, die den Zeitenstrom erlebbar machen, die von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft leiten. (Wer die Menschenkunde von Rudolf Steiner kennt, wird erahnen, warum ich diese Bereiche gewählt habe.)

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit, mit vielen Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen und ein gutes, neues Jahr voller Fragen und Antworten! Herzlich, Sophie Pannitschka

Kommentare:

  1. eine wahre Weihnachts Idee Sophie ! Ich freue mich sehr über deine Fragen. Bis bald.
    Josiane

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  2. Sehr schön. Werde schauen, ob ich mich einbringen kann. STC

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  3. Sehr schön. Werde schauen, ob ich mich einbringen kann. STC

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  4. Edel Schmitz-Kerpen23. Dezember 2010 um 22:05

    Liebe Sophie, freue mich auf Deine Fragen.Werde während der 12 Heiligen Nächte unterwegs auch mal ohne Internet-Anschluss sein,dann aber zu Hause anrufen und mir Deine Fragen vorlesen lassen.
    Wünsche Dir und Deinen Lieben eine besondere Zeit, gesegnete Weihnachten und einen gelungenen Übergang ins Neue Jahr.
    Edel

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  5. Liebe Sophie, ich freue mich auch schon auf deine Fragen und bin gespannt auf die verschiedenen Antworten von mir, von dir , von anderen... wirklich eine tolle Weihnachtsidee.

    Frohe Weihnachten dir und deiner family von Elfriede.

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  6. Danke Sophie, werde alle Fragen mitverfolgen und bewegen....denke an Euch, v.a. jetzt zur begonnen HEILIGEN NACHT. Halina

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  7. wolfkollmann@libero.it24. Dezember 2010 um 18:17

    24. Für den sophienblog: Ein Ade-vent-Kalender, ein Kalender nach der Ankunft, ein Kalender der heiligen Nächte, ein Kalender der Hinkunft, gar kein Kalender mehr, strukturlos, offenporig, mitten in die Nacht, mitten in die Einsamkeit, mitten durch, mutvoll ins Herz der Seele, die fragt. Danke dir.

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  8. .. eine sehr schöne Idee, zu Weihnachten Fragen zu schenken! Fragen sind wie Türen, die Ein-blicke in neue Räume öffnen. vielen Dank und frohe Weihnachten Dir und allen lesern.

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