Donnerstag, 30. Dezember 2010

Weihnachtsfrage VII

Was stellst du dir vor, wenn du an die Zukunft denkst - den Zeitenstrom der vor dir liegt - welche Ahnungen - oder sogar Intentionen - hast du?

Kommentare:

  1. Wenn ich über die Zukunft denke, dann ist die für mich mit der Endlichkeit verbunden, mit einem bestimmten Punkt. Von Jetzt bis dahin - ist für mich ein Gestalltungsraum.

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  2. Das Ganze, uns alle betreffend, sehe ich - und dazu muss man heutigerzeit kein Seher mehr sein - die Apokalypse.
    Da in allen Untergängen Chancen liegen, pflege ich, frei nach Luther, mein Apfelbäumchen.

    Was meine persönliche Zukunft angeht, halte ich es auch mit der Endlichkeit. Schließlich ist der Tod die einzig wirkliche Tatsache im hiesigen Leben. Und das alte, wohltradierte Motto "memento mori" schärft mein Bewußtsein und sorgt so für echte Lebensqualität.

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  3. In 2010 bin ich auf ein Autobahn gelandet. Seiten Strassen gibt es immer für neue Entdeckungen und man kann auch dort für länger weilen. Die Zukunft ist hinter die Türe und die Reise wird weiter gehen, mit Autobahn, seiten Strassen, geschützte Orte zum weilen.

    Da oben haben sich Lichter angezundet. Drei sind ganz hell und mit vielen Farben. Sie zeigen mir die Richtung dass ich nehmen werde und ich freue mich sehr. Wofür ? Das ist die Frage, ich ahne es nur. Entweder ist der Ziel wichtig oder der Weg. Für mich ist es den Weg.

    Vielen Dank Sophie für deine Initiative Fragen in uns zu erwecken.

    Josiane

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  4. Vielen DAnk an A. für ihr Schreiben über die Warum-FRage, die zu einer WIE FRage werden könnte! Vielen Dank auch über den Beitrag von wolf über die freundschaft. DAs war mein Thema im JAhr 2010. Und ich habe eine dumme, unbegründete und kleinmütige Angst davor, über die Schwelle in das neue JAhr zu gehen aus Angst davor, das Gewonnene , Zerbrechliche, Kostbare an Freundschaft zu verlieren: weil es vielleicht nicht möglich ist, sie auf Dauer zu leben. Meine Intention für die nächsten kleinen Zeiträume: mein Herz vorauswerfen und vertrauen. NIchts für selbstverständlich halten. Still sein können. Fühlen.Mich selber ernst nehmen. Die "Gnade" erkennen. Liebe Grüße und danke für die Fragen und Kommentare. Anna.

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  5. Ich bin ein bisschen bang, wenn ich an die Zukunft denke. Gibt es überhaupt Ahnungen, die frei von Ängsten oder Freuden sind? Sind wir als Menschen in der Lage, "objektiv" etwas zu erahnen?
    Mich macht die Frage betroffen.
    Ich könnte etwas davon erzählen, was ich herbeisehne und vor was ich Furcht habe - was aber dazwischen, als reine Ahnung leben könnte, das weiß ich nicht.
    Ich versuche mal, dahin zu spüren.

    Wenn ich zurückschaue, sehe ich die große Vergangenheit - Bilder, Erinnerungen, Stimmungen, Erlebnisse.
    Wenn ich nach vorne schaue, sehe ich die große Zukunft - Unschärfe, Licht, Nebel... und VERTRAUEN.
    Vielleicht ist es gut, dass wir nicht alles wissen - als Mensch, zwischen Himmel und Erde.

    Die Freundschaft aber, spielt sicher eine großartige Rolle für uns, während wir hier als Menschen auf der Erde auf der Bühne stehen und unser Bestes zu geben versuchen - solange wir noch nicht abgetreten sind.

    Vom Warum zum Wozu - vom Was zum Wie.

    Schön, was hier passiert!
    Herzlich, A.

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  6. wolfkollmann@libero.it31. Dezember 2010 um 11:51

    Dankbar dem Fliessen und Pulsieren der Worte, dafür dass das Sophienwort entstehen durfte, im Plötzlichen tun sich Knöpfe auf, tasten Worte sich zum anderen, erkennend, leuchtend in die noch nicht gedachte und gemachte Zukunft. Alles ist da, alles ist noch nicht da! Danke euch, herzlich Wolf

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  7. In der Gegenwart und aus der Vergangenheit die Zukunft gestalten. Ich glaube wir sind ihr nicht ohnmächtig ausgeliefert, sondern können Einfluss nehmen, mit jeder noch so kleinen Entscheidung verändern wir unseren Lebensweg. Also, packen wirs an und gehen heute an Silvester der Zukunft engegen und heißen sie willkommen. Liebe Grüsse Elfriede

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  8. Zukunftsstrom:

    Ich lese die Weihnachtsfrge VII und lausche, ich schlafe und lausche, ich lese sie nochmals und lausche.

    Nach dem Aufwachen heute morgen:
    eine Art Zug, Soog, der mich in die Zukunft führt, zieht, wie eine Art Faden vorne inmitten der Brust, unaufhaltsam, sanft, bestimmt, ohne Frage, ich gleite..... Mehr außen am Körper, rechts und links der Arme eine Art Brausen, welches fast den Atem nimmt, Geschwindigkeit, wirbelndes Fortwärtsbrausen.

    Dann, ein Hügel im Gegenlicht, davor ein Wald, eher licht,
    auf dem Kamm erscheint, gemächlich, gemütlich, ein prächtiger Elch. Nein, kein Hirsch, wie ich zunächst annahm aufgrund des ausladenen Geweihes, ganz deutlich ein Elchgesicht, schaut in meine Richtung,
    schaut nicht mich an,denn ich bin außerhalb. Der Elch beugt sich, dreht seinen Kopf und reibt seine Maul gemächlich und genüßlich an seinem linken Bein, weiche fließende Formen und Bewegungen.

    Was mich irritiert: Die Erhabenheit gekoppelt mit dem fast kindlich weichem Elchgesicht.
    Überhaupt: ein Elch?!? kein Hirsch?

    Das nun ist mir ein Rätsel.

    Meine Ahnung? Es wird etwas Wundervolles, unerwartet Erwartetes entstehen, oder auch: sich offenbaren.

    Die Frage nach der Intention direkt nach der Ahnung: das verwundert mich.
    Klatsch. Bin ich auf dem Boden.
    Da fällt die Referendarsguillotine vor die Füße: Grobziele, Feinziele, Was wollen Sie erreichen? Natürlich das, was der Lehrplan erreichen will! Und möglichst so, das der Schüler es nicht merkt, und so wollen will, was man ihm in den Willen legt.
    Geschickte Hinführung zur vermeintlich selbst erkannten Problemlösung.

    Intention also?
    Mich nicht mehr erschrecken lassen von solchen Fragen. Mich stets besinnen auf meine Brust und das Gleiten, das unaufhörliche Fortwärtsfließen im brausenden Toben des Drumherum.

    Mh.

    SST

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  9. Für die Welt ahne ich mehr Krisen und dass die alten Systeme zunehmend stagnieren werden.
    Für mich persönlich gibt das gemischte Gefühle: Schmerz denn ich kann diesen Trend nicht kehren und es wird sicherlich viel Chaos bedeuten für jeden von uns. Aber auch Freude denn ich ahne dass sich auch ungekannte Möglichkeiten geben werden für Neues. Aber dann sagt ein buddhistischer Text: "Schmerz und Freude sind Schmuckstücke, die ich mit gleichem Vergnügen trage."

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